IoT in der Produktion

Über Internet of Things - abgekürzt IoT - können Fertigungssbetriebe die Transparenz bzgl. ihrer Produktionsabläufe deutlich erhöhen - dies kann für Effizienzsteigerungen genutzt werden kann.

Leider werden IoT-Lösungen häufig vom falschen Ende her gedacht: Statt auf den möglichen Nutzen zu fokussieren, stehen die neuen Möglichkeiten im Vordergrund, die IoT-Plattformen, Big Data und künstliche Intelligenz eröffnen. Das führt dann dazu, dass Lösungen eingeführt werden, die in der Praxis nicht den Vorteil bieten, den man sich anfangs erhofft hat.

Wir kennen die Möglichkeiten moderner Software-Technologien, nutzen diese aber immer nur in dem Umfang, in dem es für die Lösung der jeweiligen Aufgabe hilfreich ist. Letztlich geht es darum, Produktionsprozesse zu verbessern - was durch die Gesamtanlageneffektivität (GAE) oder oder englisch Overall Equipment Effectiveness (OEE) gemessen wird. Wenn sie richtig konzipiert und eingesetzt werden, können IoT-Lösungen signifikant dazu beitragen, die Gesamtanlageneffektivität zu verbessern.

Das Anwendungsspektrum von IoT-Lösungen reicht von Daten-Visualisierung über die Berechnung von Leistungskennzahlen (engl. Key-Performance-Indicators, KPIs) bis zu Assistenzsystemen für Maschinenführer. Die nächste Aufbaustufe sind Software-Lösungen für die optimierte Produktionsplanung - basierend auf aktuellen Anforderungen und Leistungskennzahlen, die über Messungen in der Vergangenheit ermittelt wurden.

Serialisierung

Verschiedene Industrien sind aufgrund regulatorischer Vorgaben aufgefordert, Endprodukte oder sogar Halbzeuge und Rohlinge mit einer eindeutigen, oftmals randomisierten, Seriennummer zu versehen und entsprechende Infrastrukturen zur Verwaltung und zum Einzelnachweis sowie zur Berichtung zu implementieren. Auch als unterstützende Maßnahmen für Fälschungssicherheit dient die Serialisierung von Endprodukten.

Die Europäische Fälschungsschutzrichtlinie (Richtlinie 2011/62/) (siehe auch hier) verlangt von Lizenzinhabern und Herstellern einer großen Klasse von Arzneimitteln die Anbringung gewisser Sicherheitsmerkmale, insbesondere die Anbringung einer eindeutigen Seriennummer als Text und Barcode in Kombination mit anderen Daten wie Produkt Code, Chargennummer und Ablaufdatum.

ähnliche Regularien gelten für den Export in andere Märkte wie etwa der Russischen Förderation, der Türkei, Saudi Arabien und den USA.

Die Aufgaben einer Software-Lösung für die pharmazeutische Serialisierung reichen von der Verwaltung zu verwendender als auch verwendeter Seriennummer und der Integration mit Produktionsequipment über die Integration mit Fremdsystemen von Lizenzinhabern und Fremdfertigern bis zur vorgaben-konformen Berichtserstellung an Behördensysteme.

Der sichere Umgang mit einer Vielzahl von Supply-Chain Standards (GS1, Tag-Data, EPCIS, CBV) wie auch die Beherrschung von Kommunikationsschnittstellen ist eine unumgänglich Voraussetzung.

Zum Erfolg können Serialisierungsprojekte aber erst durch eine Software-Architektur werden, die in der Lage ist mit vielen Millionen Seriennummern verlässlich zu arbeiten und komplexe Workflows hochverfügbar, verlässlich und transparent abzubilden.

Seit 2010 arbeiten wir im Bereich Serialisierung und Fälschungsschutz und seit 2015 in der Produktionskritischen Serialisierung. Wir haben maßgeblich Lösungen für die pharmazeutische Serialisierung entwickelt.

Shop-Floor Digitalisierung

Um Prozesse in der Produktion zu erfassen und zu vermessen oder mit geplanten Vorgängen zu korrelieren, ist es essenziell die Möglichkeit zu haben, manuell per Workstation und Scanner und gegebenenfalls per Maschinenschnittstellen zur passenden Zeit und am passenden Ort Daten aus der Produktion aufzunehmen.

Häufig ist schon eine Vielzahl von Datenerfassungen in der Produktion vorhanden - ob manuell oder elektronisch. Nur sind diese in der Regel Insellösungen und nicht in ein übergreifendes Produktionsmodell integriert.

Ein Wirrwarr an Zuständigkeiten und Systeme erschwert eine integrierte Sicht auf Prozesse und macht Anpassungen und Erweiterungen nach Bedürfnissen des Kunden zum Albtraum.

Die Kundenspezifische Abbildung von Fertigungsprozessen und die passende Datenerfassung und Integration mit beteiligten System ergänzt den Fertigungsvorgang ganzheitlich mit einem digitalen Abbild.

Die ZFabrik baut auf mehrfach bewährte Ansätze, die einerseits eine hohe Flexibilität der Software-Anpassung und Liefertransparenz für den Kunden gewährleistet und andererseits hohe Zuverlässigkeit und hervorragende Verständlichkeit in Fehlersituationen sicher stellt.

Wesentliche Kernelemente wie eine Benutzerfreundliche Datenerfassung, robuste und transparente Taskverarbeitung und eine hohe Wiederverwendung von bewährten Lösungsdesigns auf einer hoch-integrierten Softwareplattform, die langfristig wartbar ist, ermöglicht uns Kundenlösungen Zukunftssicher zu gestalten.